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Für diese Saison war ein spannender Törn geplant: Mit der Flottille der Varianta Klassenvereinigung soll es auf die Waddenzee gehen.

  1. Herausforderung: Das Boot fit machen. Hierzu gab es eine Liste von Aufgaben, die ich versuchte, in der „heimischen Werft“ abzuarbeiten. Leider zog mir das Wetter einen dicken Strich durch meine Planung. Immer, wenn ich Zeit hatte, regnete es in Strömen. So kam es, dass ich erst am letzten Tag vor dem Transport zum Hafen den obersten Punkt der Liste – die Montage der Badeleiter – abhaken konnte. Bis auf die neue Motorhalterung konnte ich dennoch alle wichtigen Arbeiten erledigen.
  2. Herausforderung: Einen Mitsegler finden. Zum Glück hatte sich zwischenzeitlich ein Interessent gemeldet. Er besaß zwar auch eine Varianta, aber diese war noch nicht segelbereit. In einem Video-Call lernten wir uns kennen und waren uns sympathisch. Damit war auch diese Voraussetzung für den Törn erfüllt, denn alleine traute ich mir nicht zu, das unter Umständen recht anspruchsvolle Revier zu befahren.
  3. Herausforderung: Vor dem Törn noch etwas Erfahrung mit unserem Boot sammeln. Dieses Vorhaben gelang leider gar nicht. Am ersten verlängerten Wochenende war das Wetter so schlecht, dass ich fast nur im Hafen lag. Am zweiten Wochenende war ich so krank, dass ich den Aufenthalt abbrechen musste.

Am 18. Mai war es dann so weit. Mein Mitsegler Christoph (wir haben im Laufe der Zeit festgestellt, dass wir noch mehr Gemeinsamkeiten haben außer des Vornamens) stand vor der Tür, um mich mit nach Workum zu nehmen. Als Gastgeschenk hatte er eine Flasche Whiskey in der Hand. Was konnte da noch schiefgehen?

Bei unserer Ankunft im Hafen wurden wir von den anderen Teilnehmern begrüßt, die zum Teil noch dabei waren, ihre Boote auszurüsten. Da aber manche schon vor einigen Tagen ihre Boote ins Wasser gelassen hatten, war nicht mehr so viel zu tun. Abends ging es in das bei allen Friesland-Seglern bekannte Restaurant „Peter’s Pizza“. Bei leckerem Essen und erfrischenden Getränken tauschten wir uns über unsere Boote und Erfahrungen aus und besprachen auch den Plan für den kommenden Tag. Schnell wurde klar, dass die Truppe wirklich gut harmonierte, wir also viel Spaß zusammen haben würden.

19.05.2024

Um 0930 sollte es losgehen – pünktlich, wie unser Flottillenkapitän Stephan extra betonte. Der abgesteckte Kurs führte uns vom Hafen Workum Watersport durch die Brücken und die Schleuse über das IJsselmeer hoch nach Makkum. Nach einem Mittagssnack sollte es dann durch die Schleuse bei Kornwerderzand (Lorentzsluizen) und mit dem auflaufenden Wassser bis Harlingen gehen. Es erwartete uns ein Wind aus nördlichen Richtungen mit 4-5 bft.

Aber wie es so ist, wenn man mit einer Gruppe von 8 Booten unterwegs ist: Ein pünktlicher Start ist eher unwahrscheinlich, bzw. ist der Großteil der Flottille schon zur vereinbarten Zeit losgekommen, aber es gab auch einige Nachzügler. Schließlich waren wir dann ab der Schleuse wieder alle beisammen und es ging hinaus auf’s IJsselmeer.

Unter Fock und erstem Reff im Groß arbeiteten wir uns an der Kreuz in Richtung Norden vor. Für mich war es das erste Mal, unsere Charlie etwas sportlicher zu segeln. Und ich muss sagen: Ich war begeistert. Allerdings bedarf das „Staukonzept“ an Bord einer Überarbeitung. Bei 30° Krängung purzelte die Kühlbox durch die Kajüte. Überhaupt war das Boot am Ende komplett durcheinandergewürfelt. Kaum etwas lag noch am ursprünglichen Platz.

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Wir beobachteten, welchen Kurs zum Wind die anderen Boote segelten und wo sie ihre Wenden fuhren: zwei Schiffe …. Es war schon beeindruckend, wie stabil die Variantas durch das Wasser zogen. Da soll nochmal jemand sagen, dass man nur in großen Yachten gut segeln kann.

Auch wir hatten unseren Spaß. Der hätte bis zum Schluss der Etappe gedauert, wenn der Skipper in der Vorbereitung alle seine Punkte auf der Liste abgearbeitet hätte.

Für diese Saison hatte ich das stehende Gut komplett erneuert. Nach den ersten Segelstrecken wollte ich die Wantenspannung und insbesondere die Kontermuttern nochmals kontrollieren. Aber irgendwas ist wohl dazwischengekommen, sodass ich diese wichtige Kontrolle nicht durchgeführt hatte. Als nun nach einer Wende mein Kontrollblick über das Boot glitt, durchfuhr mich ein ziemlicher Schrecken. Das steuerbordseitige Unterwand hing lose in der Luft. Zum Glück befand sich dieses gerade in Lee und hatte daher keine tragende Funktion. Dennoch brauchte ich einen Moment, um wieder ruhig zu denken und war froh, dass ich nicht alleine an Bord war. So konnten wir uns zusammen über das Vorgehen beraten und die Aufgaben verteilen. Wir fielen zunächst etwas ab, damit wir aufrechter segelten. Dann warfen wir den Motor an und legten den Rest der Strecke ohne Segel zurück. Im Nachhinein betrachtet hätten wir auch erstmal weiter segeln können, solange wir keine Wende fuhren. Aber so fühlte es sich in dem Moment sicherer an. Hier bewährte es sich auch, dass wir unser Handfunkgerät dabei hatten. Somit konnten wir die Flottille über unser Problem informieren und wir vereinbarten, dass wir uns im Makkumer Stadthafen treffen und dort beratschlagen würden, wie es weiter geht.

Zum Glück fand sich auf einem der Boote das passende Ersatzteil (Danke, Jan!): Der Wantenspanner war uns abhandengekommen. Aber nach einigem Überlegen entschied ich, dass die Waddenzee nicht das richtige Gebiet sei, um auszuprobieren, ob unser Problem vollständig behoben war. Die anderen Teilnehmer haben sich hier sehr fair verhalten und meine Entscheidung akzeptiert bzw. unterstützt. Auch mein Mitsegler Christoph war zum Glück nicht enttäuscht, denn er war ja auch mit der Erwartung gestartet, dass wir einige der niederländischen Inseln besuchen würden.

Also blieben wir zunächst in Makkum und verholten uns an einen passenden Liegeplatz. Der Rest der Flottille setzte seinen Weg fort in Richtung der Schleuse. Nachdem wir uns mit einigen niederländischen Spezialitäten gestärkt hatten und zurück am Boot waren, erblickten wir plötzlich die Varianta unseres Flottillenkapitäns; auch die übrigen folgten kurz darauf.

Und dann passierte etwas, was man wirklich nur in einer Flottille erleben kann: Wir lagen an einer Stelle, in der zwei Stege in einem spitzen Winkel zusammenliefen. Boot für Boot bugsierten wir in diesen engen Raum und verbanden sie miteinander zu einem großen Ponton. Später wurde dann auf den Booten gekocht und man traf sich mal hier, mal dort zu einem Schwätzchen und einem Schlückchen.

Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir schließlich auch, warum alle wieder zurückgekehrt waren: In der Zwischenzeit hatte der Wind weiter aufgefrischt und es wehte auch im Vorhafen der Schleuse recht ordentlich. Nach einer missglückten Wende wurde ein Boot auf ein festgemachtes Binnenschiff getrieben, dessen Rumpf sie vom Bug bis an das Heck inspizierten. Anschließend fuhr sich eine Crew auf einer Flachstelle fest. Eine andere wollte zu Hilfe kommen und saß schließlich auch auf Schiet. Schließlich ging einer der Bootsführer ins Wasser und schob die Boote von der Untiefe herunter. Auch die anderen Mannschaften hatten das Gefühl, dass der Weg nach Harlingen nicht sehr angenehm werden würde, denn es stand Wind gegen Strom. Also machten sich alle wieder zurück auf den Weg nach Makkum, um am folgenden Morgen erneut die Schleuse anzufahren und den Weg nach Texel anzutreten. Dies aber dann ohne uns.

20.05.2024

Nachdem wir ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt hatten, ging es über die Kanäle nach Workum zurück. Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden; abhängig davon, wie lange man an Brücken warten muss. Da der Brückenwärter an der letzten Brücke direkt am Zielhafen ab 1200 eine Mittagspause einlegt, brachen wir um 0920 auf und warum gegen 1150 in der Box.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit klassischer „Seemannsarbeit“: Spleißen. Zunächst einmal ging es in den örtlichen Wassersportladen De Liefde. Hier findet man wirklich alles und die Beratung ist auch sehr gut. Zurück an Bord stellten wir Softschäkel her, spleißten Augen in Festmacher und ich ersetze die alte Endlosleine des Fockrollers. Endlich läuft sie nun sauber.

Den Abend beendeten wir mit einem leckeren Essen beim Chinesen. Durch das Fenster konnten wir die vielen Teilnehmer der „Fiets Elfstedentocht“ beobachten; in Workum herrschte Volksfeststimmung.

21.05.2024

An diesem Tag wollten wir Manöver üben und testen, ob das Rigg funktioniert. Zunächst kreuzten wir nach Heeg und machten im Ort fest. Nach einem Mittagssnack in der örtlichen Frituur und dem Besuch im Bootsladen (wenn es einen gibt, muss man hin) fuhren wir vor dem Wind bis auf Höhe der Insel Langehoekspôlle und bogen ins Grutte Gaastmar ein. Hier fuhren wir verschiedene Segelmanöver, probierten das Beiliegen und testeten, wie wir unter auflandigem Wind vom Steg wegkommen. Da für den frühen Abend Regen (mit Gewitterneigung) angesagt war, fuhren wir gegen 1700 wieder in Richtung Workum. Das Vorsegel schenkte uns zur Motorfahrt einen zusätzlichen Knoten.

Vor der Eisenbahnbrücke mussten wir an der Rufstelle anlegen. Der Wind drückte uns gegen das Holz. Gut, dass wir genau diese Situation zuvor geübt hatten. Zunächst bekamen wir die Auskunft, dass die Brücke in 10 Minuten geöffnet werden würde. Nach fast 20 Minuten fragte ich nochmals nach. Man hatte uns wohl vergessen. Trocken kamen wir im Hafen an und verbrachten einen netten Abend an Bord.

22.05.2024

In Anbetracht der Wettervorhersage beschlossen wir, heute ein Alternativprogramm zu starten. Wir fuhren mit dem Auto nach Kornwerderzand und besichtigten das Kazemattenmuseum. Auf Bestreben einiger Bürger wurden die Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg freigelegt und ein Museum sowie Gedenkstätten eingerichtet. Sehr anschaulich wird die Geschichte erzählt und mit Berichten von Zeitzeugen eindrücklich bereichert. Einen Besuch kann ich nur empfehlen!

Nach dem anschließenden Mittagessen spazierten wir noch nach Harlingen und wollten – was sonst – den dortigen Bootsausrüster besuchen. Dieser zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er sich auf Ausrüstung für klassiche Boote spezialisiert hat. Leider hat der “Scheepswinkel van Meer” lediglich freitags und samstags geöffnet; daher standen wir vor verschlossener Tür und konnten uns nur die Nasen am Schaufenster plattdrücken.

Am Abend wurde wieder gekocht. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spirituskocher – einem Origo 3000. Diesen gibt es leider nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu kaufen. Ein Tipp für Nutzer eines Spirituskochers: Ich nutze Bio Ethanol, wie er für Ethanol Kamine verwendet wird. Dieser hat zum einen den Vorteil, dass er nicht so stark riecht, und zum anderen scheint es mir, dass er im Vergleich zu Spiritus heißer brennt.

Den Abend ließen wir mit Kartenspiel und einem Schluck Whiskey ausklingen.

23.05.2024

Um 1100 warfen wir die Leinen los. Da der Wind diesmal von Steuerbord kam (üblicherweise drückt er auf unsere Backbord-Seite), musste ich das Manöver variieren. Kurzerhand versuchten wir einfach, rückwärts durch die Gasse zu fahren; das ersparte es uns, das Boot gegen den Wind drehen zu müssen. Es funktionierte perfekt und somit weiß ich nun: Die Charlie lässt sich auch gut rückwärts manövrieren. Man muss nur aufpassen, dass das Ruder nicht umschlägt. Langsame Fahrt ist also angesagt.

Wir kreuzten auf dem Fluessen bis zur „Nije Krúzpôlle“ und trafen dort auf die Deliria, die sich bereits von der Flottille abgesetzt hatte, um den Heimweg etwas früher antreten zu können. Im Hafenbecken der Insel beobachteten wir das lustige Schauspiel dreier Charter-Motoryachten. Es ist schon schade, wie sehr sich viele Bootsführer dieser Yachten völlig auf die Querstrahlruder verlassen und auch mit viel zu viel Power rangieren. Es schien eher so, als würden sie einen LKW bewegen. Und so machen sie der Crew im Grunde viel zu viel Arbeit und Stress. Denn wir standen am Ufer bereit, um die Leinen entgegenzunehmen. Somit wäre ein völlig entspanntes Anlegen möglich gewesen. Stattdessen musste mit viel Muskelkraft das Boot gegen die Motorkraft festgehalten werden. Am Ende machten sie aber ohne Schaden fest.

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Es war uns eine Genugtuung, später still und leise unter Segeln abzulegen. Diese „Demonstration“ musste einfach sein. Der Kurs führte uns an der Kreuz in Richtung Heeg (kennen wir das nicht schon?) und dann durch den Kanal an Workum vorbei und über das Sloter Meer nach Sloten. Leider waren wir fünf Minuten zu spät, so dass wir nicht den kleinen Kanal hinter der Brück anlaufen konnten, sondern direkt neben der Futterfabrik festmachen mussten. Aber es war halb so schlimm.

Zunächst vertraten wir uns nach einem Anleger-Schluck die Beine und kehrten in der Dorfkneipe ein. Bevor wir der bierseeligen Laune völlig erlagen, machten wir uns auf den Weg zu unseren Booten und warfen zusammen, was die Kombüsen hergaben. Zu viert genossen wir ein leckeres Abendessen. Dabei tauschten wir uns über die Unterschiede zwischen den Booten aus. Auch wenn die Varianta ein Serienbau ist, haben wir den Eindruck, dass es keine zwei gleichen Boote gibt.

24.05.2024

Bei schwachem Wind ging es zurück in Richtung Workum. Den ursprünglichen Plan, abends an einer der Inseln zu grillen, hatten wir verworfen: starker Regen war im Anflug. Aber zwischen uns und dem nächsten Hafen stand noch die Brücke in Woudsend (Update: In einer vorherigen Version hatte ich die Brücke nach Workum versetzt). Und diese hatte wohl ein technisches Problem. Aber es dauerte nur etwa anderthalb Stunden, bis wir weiterfahren konnten. Kaum hatten wir im Passantenhafen Heegerwal festgemacht und die Segelkleider aufgezogen, fing es auch schon zu schütten an.

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Da wir nichts Besseres zu tun hatten, ging es – mal wieder – in den Wassersportladen. Einige Ersatzteile waren noch zu besorgen. Vorbei an der Frituur führte der Weg in das Restaurant d’Ald Wal. Und weil wir so nett beisammen saßen, blieben wir auch gleich zum Abendessen hier.

25.05.2024

Heute würde es nochmals auf das IJsselmeer gehen. Vor der Abfahrt meines Mitseglers Christoph wollten wir nochmal auf „das große Wasser“ wechseln. Der Wind versprach heute so drehen, dass wir die gesamte Strecke mit achterlichem Wind von etwa 15kn segeln können sollten. Zunächst aber ging es bis Stavoren. Da die Fahrt sehr ruhig war, hörten wir unterwegs Podcasts und unterhielten uns über die vergangenen Tage. Christoph fasst es wunderbar zusammen: „Nach zwei Tagen hatte ich das Gefühl, mit einem guten Freund unterwegs zu sein.“

Durch die Johan Frisosluis ging es auf die ursprüngliche Zuiderzee, die durch den Abschlussdeich beruhigt wurde. Ich merkte, dass ich in den vergangenen Tagen viel über das Boot und mich gelernt hatte. Während ich früher vor der Schleuse immer etwas nervös war, war ich nun total entspannt. „In der Ruhe liegt die Kraft“ oder „Low speed – low damage“ sind die Devisen.

Das IJsselmeer schenkte uns nochmal einen wunderschönen Abschluss dieser Woche. Bei achterlichem und raumem Wind ging es zügig in Richtung Workum; auch, wenn wir den Motor als Bremse durch das Wasser zogen, da er sich leider nicht ganz hochklappen ließ. Eine Aufgabe für das nächste Winterlager.

Um 1750 waren wir wieder in der Box und mein Mitsegler verabschiedete sich. Es war schon ein seltsames Gefühl, nach einer Woche wieder alleine an Bord zu sein. Aber ich bin mit meinem Boot auch enger zusammengewachsen und so genoss ich auch die Ruhe.

26.05.2024

Ich räumte zunächst das Boot auf und begann ein neues Projekt: für den Liegeplatz passende Festmacher. Hierfür spleißte ich die Leinen mit Scheuerschutz direkt an die Ringe am Steg. Das sollte wesentlich stabiler sein, als ein Knoten. Beim Nachbarboot konnte ich sehen, dass die Leinen, welche hier auf Slip liegen, bereits anfingen, durchzuscheuern. Daher hatte ich diese Variante für mich verworfen. Auch hatte meine Version den Vorteil, dass ich dickere Festmacher verwenden kann, als wenn ich meine normalen Leinen auf der Vorschiffsklampe belegen würde. Mit den abgelängten Leinen und einem eingespleißten Auge ist viel mehr Platz auf der Klampe. Auch für die Heckleinen und die Springs stellte ich entsprechende Festmacher her. Hoffen wir, dass alles auch hält, wenn es mal heftiger weht.

27.05.2024

Gegen Mittag trafen die Boote der Flottille ein. Aber viel schneller, als ich es vermutet hätte, war ich schon wieder alleine. Denn einige der Boote bleiben im Wasser und das Kranen und Verladen ging recht zügig. Da ich Waschtag hatte und auch die Festmacher noch nicht fertig waren, wurde mir nicht langweilig.

Abschluss

Die verbleibenden Tage waren wettertechnisch gemischt. Also unterzog ich das Boot einer Grundreinigung und packte meine Sachen. Am Donnerstag ging es mit dem Zug nach Hause.

Auch im Nachhinein halte ich meine Entscheidung, nicht auf die Waddenzee zu fahren, für richtig. Ich kenne mich dort nicht aus und die Bedingungen mit Strömungen und Flachstellen bieten im Problemfall zu wenig Optionen. Vielleicht war es auch etwas zu früh für mich, den Sprung in das Tidenrevier zu wagen. Noch bin/war ich mit der Charlie nicht so sehr vertraut, dass ich weiß, was ich mir und ihr zumuten kann bzw. wo die Grenzen liegen. Wir haben die Zeit für uns sehr gut genutzt und sie auch genossen.

Ich freue mich schon auf die nächsten Segeltage auf unserer Varianta und bin auch froh, dass wir uns für diesen Bootstypen entschieden haben. Auf der einen Seite ist sie klein und leicht genug, sodass sie gut zu handhaben ist. Im Hafen kann mach auch einfach mal „per Hand“ manövrieren. Auf der anderen Seite verträgt sie auch Wind und vermittelt Sicherheit. Und gemütlich ist es auf ihr allemal; auch bei Regen.