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Auf 6,50 Metern ist nicht viel Platz zu verschwenden. Schon gar nicht, wenn wir mal mit drei Personen unterwegs sind.
Zu viert passen wir nicht mehr rein – zumindest haben wir nur noch drei Schlafplätze. Denn die Steuerbord-Hundekoje
nutzen wir als Lagerfläche. Außerdem liegt das Boot nicht die gesamte Saison über ausgerüstet im Wasser, sondern wird zwischen
den Törns auf dem Trailer transportiert. Dies bedeutet, dass wir aus Gewichtsgründen die gesamte Ausrüstung aus dem Boot
in den Kofferraum unseres Autos verräumen müssen; und zu Beginn eines Törns wieder zurück auf das Boot.
Darüber hinaus wäre es ärgerlich, wenn man feststellt, dass wichtige Dinge zu Hause geblieben sind.
Aus diesem Grund habe ich 1. Packlisten erstellt und 2. unsere Ausrüstung in „Themenkisten“ verstaut. Diese lassen sich wasserfest verschließen und im Auto praktisch stapeln. Es handelt sich um dieses Modell vom Bauhaus.
Über manchen Gegenstand lässt sich bestimmt streiten, aber mir ist es wichtig, dass wir an Bord nicht auf einen gewissen „Luxus“ verzichten müssen und auch für den Fall-der-Fälle die benötigten Ersatzteile und Werkzeuge dabei haben. Auch die Sicherheit soll nicht zu kurz kommen. Und so ist doch einiges zusammengekommen.
Die gesamte Auflistung habe ich auf einer Übersicht im Bereich „Infos & Materialien“ zusammengestellt. Hier will ich nur auf einige bestimmte Teile eingehen.
- Thermoskanne: Wichtig, damit auch zwischendurch mal ein heißer Kaffee oder Tee getrunken werden kann. Wir können nicht während der Fahrt kochen.
- Kocher: Derzeit nutzen wir einen einflammigen Gaskartuschen-Kocher. Diesen möchte ich aber durch einen Spirituskocher ersetzen, da mir die Verwendung von Gas im Boot nicht ganz geheuer ist. Der originale Kocher der Variante war leider nicht mehr sicher zu betreiben.
- Spülschüssel: Hier hat sich ein faltbares Modell sehr bewährt. Damit lässt sich auch alles sehr gut zur Spülstation im Hafen transportieren.
- Halter für Müllbeutel: Am Anfang flog der Beutel immer irgendwo im Boot herum. Jetzt befindet er sich in einer Halterung an einem festen Platz.
- Wera Tool: Mein absolutes Lieblingswerkzeug. Es gibt immer wieder irgend etwas zu schrauben.
- Trailer: Nicht vergessen, auch an spezielle Dinge für den Trailer zu denken. Dazu gehören z.B. Ersatzbirnen, ein passender Wagenheber und ein Radmutternschlüssel (die meisten Autos haben ja so etwas gar nicht mehr an Bord).
- Splice-Werkzeug: Das habe ich nicht nur für Reparaturen dabei. Ich empfinde Splice-Arbeiten als sehr entspannend und daher wird immer mal wieder ein Takling erneuert oder ein Soft-Schäkel gebaut.
- Sicherheitskiste: Hier habe ich alles relevante verstaut. Manches davon befindet sich auch doppelt in der Ausrüstungs-Kiste. So aber braucht man im Notfall nicht extra zu suchen, sondern hat alles an einem Platz. Und wenn jemand mal kontrollieren möchte, ob auch wirklich die Flaggen N & C dabei sind, ist auch mit einem Griff alles parat.
- Anschlussbox Landstrom: Hier habe ich es mir einfach gemacht und einen vorkonfektionierten Stromverteiler gekauft.
- Kühlbox: Wie gesagt: Ein bisschen „Luxus“ muss auch sein. Und sie hat sich auch schon sehr bewährt. Auch hier haben wir nicht das größte Modell genommen.
- Heizlüfter: Nicht nur, um es im Boot warm zu bekommen, sondern auch, um Feuchtigkeit zu vertreiben. Viel Leistung muss er nicht haben. Wichtig: Das Gerät muss über einen Kippschutz verfügen. Unserer funktioniert völlig ausreichend.
- USB-Ventilator: Sehr bewährt hat sich unser kleiner aufladbarer Ventilator. Bei Hitze sorgt er im Boot für etwas Luftbewegung und über dem Kocher angebracht verhindert er starke Kondenswasserbildung.
- Toilette: Eher für den Notfall gedacht: unsere Trenntoilette. Aber auch im Hafen ist es angenehm, wenn man sich nicht nachts im Regen auf den Weg machen muss.
- Schloss Slipwagen + Felge: Ist der Trailer auf dem Hafengelände geparkt, muss er gegen Diebstahl gesichert werden. Neben dem üblichen Kasten auf der Kupplung schließe ich den Slipwagen mit einem Fahrradschloss am Trailer fest und versehe zusätzlich ein Rad des Trailer mit einer Rad-Kralle. So kann sich zumindest die Versicherung nicht beschweren.